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| Interview mit Rick Sternbach |
| Das folgende Interview mit Rick Sternbach, der viele Jahr lang eines der wichtigsten Mitglieder des kreativen Stabes von Star Trek war, wurde von meinem Freund Bernd Schneider, Webmaster der Star Trek Dimension Partnersite Ex Astris Scientia, gehalten. Mehrere Fragen wurden von Mitgliedern der ASDB Gruppe, inklusive mir selbst (der Kartographie-Teil natürlich ;-) beigesteuert. Diese deutsche Übersetzung wurde von mir (Christian Rühl) angefertigt. Lesen Sie die (englische) Originalfassung des Artikels bei EAS. |
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Rick Sternbach hat seit "Star Trek: Der Film" im Star Trek Art Department (die künsterische Abteilung für die jeweiligen Star Trek Filme und Serien) gearbeitet. Er hat den Stil des 24. Jahrhunderts für die Requisiten von Star Trek: The Next Generation entwickelt, insbesondere für die Phaser und Tricorder, und den klingonischen Vor'cha Kreuzer und die cardassianische Galor Klasse entwickelt. Als Senior-Illustrator und technischer Berater von Star Trek: Voyager hat er u.a. das Raumschiff Voyager und den Delta Fyler entworfen.
Ich hatte das Glück, Rick im Namen unserer Trek Technologie-Fangruppe, dem ASDB, eine ganze Reihe an Fragen zu stellen. Während er keine Geheimnisse über den neuen Film verraten konnte, sprach Rick über das Entwerfen von Requisiten und Schiffen für Voyager, seine anderen Projekte und seine Meinung zu Enterprise.
Bernd Schneider: Welche Ihrer Kreationen für Star Trek hätten Sie gerne noch ausführlicher ausgearbeitet, neben Ihren wohlbekannten Lieblingsdesigns wie die USS Voyager?
BS: Ist es richtig anzunehmen, daß die Aero-Shuttle Andocksequenz ohne eine gute Story, die den Einsatz rechtfertigen würde, einfach zu teuer war? Nicht das ich den Delta Flyer missen möchte, aber wäre es nicht die logische Wahl gewesen, uns in "Extreme Risiken" ein (aufgerüstetes?) Aero-Shuttle statt der Konstruktion eines völlig neuen "Flyers" zu zeigen? RS: Ich glaube nicht, daß die Produktion der entsprechenden CGI Szenen für eine typische Episode oder Zweiteiler so viel teurer gewesen wäre. Foundation Imaging hatte in eigener Zeit die Grundstruktur des Aeroshuttles fertiggestellt und für einen Test animiert. Das Cockpit und die anderen Innenkulissen wären für die Firma natürlich teurer geworden, obwohl ich mir sicher bin, daß die Umgestaltung der Runabout-Kulissen, wenn man sie aufbewahrt hätte, mit verhältnismäßig geringen Kosten verbunden gewesen wäre. Ich habe aber mit dem Auftritt des Delta Flyers auch kein Problem gehabt, da er mir die Gelegenheit gab, eine sehr coole Form zu entwickeln. BS: Existiert das Aero-Shuttle überhaupt im realen Schiff, davon ausgehend, daß es nie zu sehen war und in der gesamten Serie noch nicht mal erwähnt wurde? Wenn ja, haben Sie eine Erklärung warum es angedockt blieb und die ganzen sieben Jahre vergessen wurde? RS: Es existiert sicher, weil ja der Grundriß auf der Unterseite der Untertassensektion der Voyager zu sehen war. Ob das Schiff allerdings raumtauglich war ist eine ganze andere Frage. Vielleicht war der Story-Grund, warum es nie geflogen ist, daß die Voyager abgereist ist, bevor alle Systeme installiert worden sind. Von der Logik her hätte sie das nicht davon abgehalten, diese während der Reise fertigzustellen, da sie ja eine Menge Shuttle und zwei Delta Flyer während derselben Zeitspanne bauen konnten. Die Produktionsgründe umfaßten wahrscheinlich das Fehlen von guten Gelegenheiten, was die Geschichten angeht, das fehlende Wissen, das da überhaupt ein Aero-Shuttle war, und sogar der Unwillen, den Captain's Jacht Gag von Star Trek: Der Aufstand zu kopieren. BS: Nachdem es "Type 9" (und später "Klasse 2") in den Episoden genannt wurde war ich überrascht, in der September 2001 Ausgabe des offiziellen Star Trek Magazins von einem "Typ 12 Shuttle" zu lesen. Ich nehme an, Sie bevorzugen "Typ 12" weil "Typ 9a" das Frachtshuttle aus dem ST:TNG Technischen Handbuch ist? RS: Ich weiß nicht, wo dieses Typ 9 herkam, weil meine Entwürfe und Blaupausen es als Typ 12 bezeichneten. Die "Klasse 2" war eine Erfindung der Autoren; sie haben dauernd Klasse und Typ - egal ob es nun Schiffe oder Planeten betraf - durcheinandergebraucht. Offiziell hat sich niemand jemals mit der Namensgebung von echten Flugzeugen und Schiffen beschäftigt.
BS: Apropos Requisitendetails, sehen Sie manchmal, daß ein zu detailarmer Gegenstand zu nahe an die Kamera kommt, und Sie nur hoffen, daß es den Zuschauern nicht auffällt? RS: Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, daß das jemals in Bezug auf die Requisiten passiert wäre, aber es ist bei vielen Graphiken geschehen. Ich war bei den neueren Shows nicht zu sehr beteiligt, aber ich erinnere mich, daß bei TNG die Gagobjekte der Hauptmaschinenraum-Anzeige ein bißchen zu gut sichtbar waren. Die DC-3, das Hamsterrad, NOMAD, diese kleinen Kerle. BS: Gibt es irgend etwas, was die erstellt haben, mit dem Sie überhaupt nicht zufrieden waren; etwas das Sie gern vergessen würden? ;-) BS: Meiner Theorie bezüglich der Frage, warum sie die ganze Zeit die Voyager angegriffen haben, zufolge haben sie die Voyager die ganze Zeit angegriffen, um hinter das Geheimnis von Janeways Frisur zu kommen. Aber aufgrund der Hauptdirektive hat sie sich geweigert, ihnen die Technologie zu überlassen. :-) BS: Unabhängig davon, was Sie für die Show erstellt haben, welche Episode mögen Sie am meisten und welche am wenigsten? RS: Ich müßte darüber ein wenig nachdenken, und ich habe keine Episoden auf Video, um sie nochmal durchzusehen, aber ich denke ich muß sagen, daß ich "Ein Jahr Hölle" für all die großartige Technologie, die wir zusammen mit einer guten Story erschaffen haben (ungeachtet der Tatsache, daß einige der "Technikleute" vielleicht denken, daß ich zu sehr auf die Hardware fixiert bin, habe ich gute Geschichten plus gute Technik schon immer als die unschlagbare Kombination für Fernseh-SF angesehen.) Es macht nichts, daß die Voyager vernichtet, aber alles am Ende des Zweiteilers in den "Normalzustand" zurückversetzt wurde. Ich müßte wahrscheinlich die Episode mit dem riesigen fliegenden Virus als einen Tiefpunkt für mich bezeichnen, auch wenn Janeway mit dem großen Gewehr einen auf Ripley gemacht hat. BS: Was ist der Status des ST:VOY Technischen Handbuchs? Das letzte, was wir darüber gehört haben, ist das Pocket Books sie abgesägt hat. Würden Sie es auch auf eigene Faust machen können/dürfen? Besteht die Chance, das wir so etwas wie ein Online-Handbuch von Ihnen sehen könnten (Tip: dafür hätten Sie viele Unterstützer in der Online-Fangemeinschaft)? RS: Da Pocket Books / Simon & Schuster die Lizenz für Star Trek Bücher haben, sind sie die einzigen, die ein solches Voyager-Handbuch herausgeben könnten. Ich bin im Moment nicht geneigt, mit ihnen zusammenzuarbeiten, und zwar teilweise aufgrund der redaktionellen Meinungsverschiedenheiten bezüglich der 1701-D Blaupausen und des ST:DS9 Technischen Handbuchs. Nun, da ENTERPRISE im Rampenlicht steht und Pocket Book seine Veröffentlichungspläne weitestgehend auf Romane und einige spezielle Dinge wie die Kalender umgestellt hat, bezweifle ich, daß ein Voyager-Handbuch jemals das Tageslicht erblicken wird. Wegen der Kosten und der Sache mit der Lizenzverletzung wäre ich auch überhaupt nicht daran interessiert, das ganze auf privater Ebene umzusetzen; aus demselben Grund werde ich auch nicht meinen Namen oder mein Fachwissen für von Fans erstellte technische Handbücher hergeben können, egal ob nun web-basiert oder nicht. BS: Das ist wirklich schade. Vielleicht hat das auch, unabhängig von Enterprise, mit dem - im Gegensatz zu TNG oder DS9 - offensichtlich nachlassenden Interesse der (amerikanischen, Anm. d. Ü.) Fans an Voyager in den letzten Jahren zu tun? BS: Und da ich gerade dabei bin, Rick Berman und Brannon Braga haben vor kurzem ziemlich öffentlich zugegeben, das ihnen mit Voyager am Ende die Ideen ausgegangen sind. Haben Sie rückblickend den Eindruck, daß die letzte Staffel der Serie mehr oder weniger langweilige Routinearbeit war, während jeder schon eher über die Entwicklung der neuen Show begeistert war? BS: Ich habe das Design der 7. Staffel sehr gemocht. Ein Grund dafür ist die bewußte Verwendung von CGI (computererzeugte Bilder, Anm. d. Ü.), um die Weiträumigkeit des Weltraums als auch der Planetenkulissen zu zeigen (wohl am auffälligsen in "Workforce"). Daneben glaube ich bei den außerirdischen Raumschiffen und Kulissen die Tendenz zu bemerken , von den organischen Formen wegzukommen und stattdessen ein eher nutzenorientiertes und vielleicht auch realistischeres Design zu verwenden. Gibt es noch irgendetwas, was Sie in Bezug auf Star Trek machen oder machen werden? BS: Ich bin froh, daß Sie zurück am Zeichenbrett sind. Viel Glück! Der Zusammenfassung zufolge, die früher in diesem Jahr veröffentlicht wurde, werden die Romulaner eine wichtige Rolle im Film spielen. Können wir hoffen, daß das Budget den Entwurf neuer romulanischer Gerätschaften und Raumschiffe erlauben wird, im Gegensatz zu TNG und DS9 wo es in dieser Beziehung wenig Abwechslung gab? BS: Wir werden uns gedulden. Welche anderen Projekte treiben Sie zur Zeit voran? Welche Pläne für die Zukunft haben Sie? BS: In gewisser Hinsicht ist Ihr Beruf (Science Fiction Kunst) das, was andere Personen als Hobby betreiben, während das, was sie außerhalb der Arbeitszeit machen, ziemlich "ernst" zu sein scheint. Zumindest in meinem Fall (ich bin Ingenieur in der realen Welt) ist es genau anders herum. :-) Wünschen Sie sich manchmal, als Ingenieur zu arbeiten und das, was sie im Sinn haben, tatsächlich bauen zu können? RS: Als ich mich 1969 fürs College vorbereitete, war ich mir ziemlich sicher, daß ich letztendlich als Raumfahrtingenieur arbeiten würde; mittelmäßige Noten und das Ende des Apollo Programms sorgten jedoch dafür, daß ich mich in die Welt der Kunst begeben würde. Ich habe mit Wissenschaftlern und Ingenieuren an realen Projekten gearbeitet; ich weiß noch immer nicht, ob ich mich nun zu dem einen oder anderen Lager rechnen kann, da ich mich gern sowohl mit Science Fiction als auch dem "echten" Weltraum beschäftige. Klar, ich habe die letzten 14 Jahre in der SF-/Fantasy-/Medienwelt verbracht, aber ich habe immer Kontakte mit Leuten vom JPL, KSC, Ames und so weites aufrechterhalten. BS: Verglichen mit den 1960ern hat die reale Raumfahrt ihre Attraktivität für die gewöhnlichen Leute verloren. Was würden Sie gern tun, um den vergangenen Esprit wiedereinzufangen (neben dem tatsächlichen Start einer bemannten Marsmission, die wohl definitiv das Interesse steigern würde)? BS: Die wohl naheliegendste Frage: "Enterprise?" Was halten Sie von der Prämisse? Der Kontinuität? BS: Es scheint, als ob Braga und Berman so viel wie möglich bewahren wollten, was sofort als Star Trek erkennbar ist. Unglücklicherweise scheint dies "Plotrecycling" und wenig Veränderungen in der fiktiven Technologie zu beinhalten. Haben Sie einen Ratschlag für die Enterprise Autoren? Vielleicht sogar eine Skriptidee? RS: Nicht mein Verantwortungsbereich; sicher habe ich viele Ideen, von denen einige vielleicht sogar in guten Enterprise-Episoden resultieren würden, aber letztendlich werden sich die Autoren und Produzenten entscheiden müssen, wie hart sie daran arbeiten wollen, Geschichten wie "Terra Nova" durch das Kopieren von Voyagers "Friendship One" zu erhalten. Sie müssen ihre Gründe haben, so zu handeln, wie sie handeln; im Moment sind mir diese schleierhaft, weil ich weiß, daß es viele, viele Inspirationsquellen aus dem literarischen SF Universum gibt, die großartige Enterprise Geschichten ergeben würden. BS: Was ist mit dem Raumschiff NX-01? Was hätten Sie anders gemacht?
BS: Wir würden Ihre Ideen zu dem Schiff nur zu gerne sehen! Könnte es eine "politische" Entscheidung gewesen sein, die grundlegende Form der Akira zu verändern, um an dem etablierten Stil festzuhalten, mit dem Star Trek im allgemeinen identifiziert wird? RS: Eine Geschichte, die ich gehört habe, ist, daß die Produzenten dachten, daß die ursprünglichen Skizzen von der NX-01 der TOS Enterprise ein bißchen zu nahe kamen, so daß einer von ihnen ein Bild der Akira ausgrub und es als ein Schiff darstellte, das nicht sehr viel zu sehen gewesen ist und damit ein möglicher Kandidat wäre. Sie wurden informiert, daß die Akira tatsächlich ein bekanntes Schiff war, so daß sie die Designer aufforderten, die Basisform beizubehalten, aber es in ein älter aussehendes Schiff zu verändern. BS: Eine der Theorien besagt, daß Cochrane ein Diagramm der Akira in einem PADD, das von Picards Crew zurückgelassen wurde, gefunden hat, oder daß das Design der Akira Klasse eine Hommage an die gute alte NX-01 ist. Aber als ein Ingenieur würde ich nicht versuchen, eine reine Form mit weiter entwickelter bzw. weniger weit entwickelter Technologie zu imitieren. Die beiden Erklärungen würden sowieso keine gute Geschichte ergeben. BS: Von mehreren "Making of" Artikeln wissen wir, daß normalerweise wichtige Raumschiffe wie die USS Voyager von Grund auf neu erstellt werden und mehrere komplette Revisionen erfahren, bevor sie letztendlich genehmigt werden. Ich frage mich, wie das "Making of NX-01" anders als das Zeigen eines direkten Weges von der Akira zur NX-01, die sogar charakteristische Details der Akira beibehält, aussehen könnte. Von allen Dingen, die für die Serie entwickelt wurden, hätte da nicht das Hauptraumschiff einen kreativeren Prozess verdient? RS: Schwierig zu sagen. Ich hatte hierauf keinen Einfluß, aber von den Leuten, mit denen ich gesprochen habe, die an der Geburt der NX-01 beteiligt waren, weiß ich, daß der Genehmigungsprozeß eine echte Qual war. Ich bin irgendwie froh, daß ich nicht beiligt gewesen bin, hatte ich doch mit Voyager, DS9 und TNG eine relativ leichte Zeit, obwohl eine kleine Anzahl von Schiffen und Requisiten vieler Veränderungen bedurften. Ich habe nicht mehr als eine oder zwei frühe NX-01 Entwürfe gesehen, so daß ich nicht weiß, wie viel Tinte für das Designen des Schiffes verbraucht wurde. Letztendlich werde ich vielleicht ein paar Vorgänger für die TOS Enterprise aufzeichnen, aber man sollte nicht darauf warten. Ich bin mir sicher, viele Ihrer Kollegen vom ASDB und anderen Gruppen könnten *leicht* die Lücken zwischen der Ares IV und der NCC-1701 füllen. BS: Nun, zumindest das Schiff in der Eröffnungsszene und die Conestoga aus "Terra Nova" passen recht gut, so daß es auf jeden Fall Spaß machen wird, Schiffe dieser Ära zu entwerfen. BS: Was halten Sie von der bisherigen Arbeit des ASDB? Vielleicht haben Sie einige Beiträge? RS: Die Site sieht nach einer Menge Spaß aus. Es ist immer gut, eine Möglichkeit zu haben, die eigenen kreativen Raumschiff-Ideen zu realisieren und publizieren, also bleibt am Ball. Wenn ich einen Rat zu geben habe, dann wäre es der, von den Cut & Paste Designs und dem Verwenden von Teilen existierender Designs wegzukommen, sondern sich wirklich die Zeit zu nehmen, die Evolutionsschritte von einem Schiff zum anderen genau darzulegen, oder die nächste Klasse einer Schiffes aufgrund von technologischen Verbesserungen zu extrapolieren. Wir haben damit bei Voyager ein wenig zu spät angefangen, aber ich habe den Versuch unternommen, die Phaser weiterzuentwickeln, die Schilde weiterzuentwickeln usw. Warum nicht eine Schiffshülle mit einem neuen Schildemitter ausarbeiten, der das übliche Gitter ersetzt? Macht die Phaserstreifen schmaler und noch rotbrauner. Macht die Hülle kupferfarben. Diese Art von Dingen. Entwickelt die Technologie weiter, und verwendet nicht bloß dieselben Elemente wieder und wieder. BS: Der Hauptgrund, warum der Stil der Hüllenpanzerung und der Details so vertraut wirkt, ist, daß die meisten unserer Schiffe in der Zeit zwischen der Ambassador und der Galaxy Klasse angesiedelt sind, und wir versuchen zu interpolieren statt zu extrapolieren. Aber Sie haben Recht, daß wir etwas mit den neueren Schiffen machen sollten. Wenn sie irgendwelche nicht gesehenen Entwürfe für Trek Schiffe haben, können Sie sie uns gern zusenden! BS: Obwohl ich das nie so detailliert betrachtet habe, stimme ich zu daß die Vereinfachung von Dingen, die Material- und Gewichtseinsparung, und die Kostenerparnis allgemein tatsächlich das ist, worauf Ingenieure neben der Gewährleistung der Funktionsfähigkeit achten müssen. Das wird in 400 Jahren wahrscheinlich noch genauso sein. Oder, wie Leonard McCoy sagen würde: "Ich kenne die Ingenieure. Sie lieben es, Dinge zu verändern." BS: Denken Sie übrigens, daß die Farbe der Hüllenplatten eines realen Raumschiffs tatsächlich Farbe ist (wie Archer in "Broken Bow" vorschlägt), obwohl es oft sehr metallisch aussieht? RS: Er sagt etwas über das das Abkratzen der Farbe von der Hülle, richtig? Ich bin mir sicher, daß ist bloß eine Redewendung; die äußere Schicht könnte tatsächlich eine irgendwie aufgesprühte, gehärtete oder galvanisierte exotische Anti-Erosionsschicht sein, aber keine Farbe im traditionellen Sinne. BS: Lassen Sie uns mit ein paar allgemeinen Kartographiefragen abschließen. Gibt es irgendeinen bestimmten Grund, warum der Beta Quadrant fast nie erwähnt wurde, weder in DS9 noch in Voyager? Warum hat die Voyager nie den Beta Quadrant erreicht? RS: Ich kann nur raten, daß die Autoren nur den Delta Quadranten in den Gedächtnissen der Zuschauer festhalten wollten, ohne daß diese sich mit etwas neuen beschäftigen müßten. Sie sind mit dem, was ich "ortsbezogene Technik" wie die Position oder den Kurs der Voyager nenne, nicht besonders gut umgegangen, trotz adäquater Erklärungen und Diagramme. BS: Warum hören die Trek Autoren nicht öfters auf die Empfehlungen der technischen Berater, was gewöhnlich nur das Verändern eines Wortes oder einer Zahl im Skript erfordern würde? Auf dem Gebiet der Astronomie zum Beispiel hätten sie mehr echte Sterne erwähnen können, oder sie hätten leicht konsistente Geschwindigkeiten und Entfernungen statt eines "handlungsabhängigen Antriebs" verwenden können. BS: Eine beliebte Frage der Fans beschäftigt sich mit der Entfernung zwischen der Erde und Bajor. Wie groß ist diese Entfernung ihrer Meinung nach, oder wie groß ist die Region der "Kernwelten der Föderation", wie sie im ST:DS9 Technischen Handbuch erwähnt wird?
RS: Ich glaube, wir haben versucht die Entfernung Erde-Bajor mit etwa 52 Lichtjahren festzulegen; ich habe mir den Text in letzter Zeit nicht angeschaut. Ich denke nicht, daß man einen totalen Durchmesser oder Volumen der Föderation festsetzen kann, da der beschützte, kontrollierte oder angeschlossene Raum die Gestalt einer großen Amöbe mit "Auswüchsen", die sich nach außen erstrecken, annehmen muß. Jedoch könnten die ursprünglichen Zentralwelten der Föderation in einer Kugel mit rund 20 Lichtjahren Radius liegen. BS: Vielen Dank, daß Sie sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten. Christian ist ebenfalls für Ihre Hilfe sehr dankbar, und dank seiner Intitiative ist eine Straße in seiner Heimatstadt nach Ihnen benannt. ;-) RS: Kein Scherz? Wow, das ist cool! Danke für das Photo. Ich werde mir einen großen Ausdruck anfertigen und es in meinem Büro aufhängen. Die Leute werden neidisch sein. :) BS: Ja! Die Sternbachstraße gibt es wirklich. |
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© 1999-2001 by Star Trek Dimension / . Letzte Änderung: 01.12.2001